Mein Meilenbuch im Netz

Kategorie: Skjöll (Seite 1 von 2)

Die Skjöll wieder in ihrem Element

Nachdem wir nun dank Corona sehr spät erst einkranen konnten, haben wir den gestrigen Tag zu einem ersten Schlag westlich von Fehmarn genutzt. Anfangs noch bei 5 Bft briste es immer mehr auf und es lagen zum Schluß des Schlages um die 33 Knoten Wind an. Teileweise waren es in Böen sogar gute 8 Bft. Unsere Skjöll mit Reff 2 und einer auf Badetuchgröße verkleinerten Genua ließ sich dadurch nicht beirren.  Macht euch selbst ein Bild davon:

https://youtu.be/Ka82Pz1l8qM

Aufgenommen mit einem iPhone SE 2020 und geschnitten auf dem iPhone mit Quik, der genialen Freeware für den Videoschnitt von GoPro.

Skjöll 8. Fahrt – Heiligenhafen- Orth

Nachdem der erste Anlauf zur 8. Fahrt nach wenigen Metern mit einem Zwickel (auf deutsch: eine Leine hat sich um die Schiffsschraube gewickelt und diese blockiert) endete, dann zwei Tage Starkwind mit bis zu 9 Windstärken folgten, liefen wir heute endlich aus. Allerdings nur für einen kurzen Schlag nach Orth, denn ab 14 Uhr gab es eine Gewitterwarnung. So sind wir mehr oder weniger direkt „rüber gehuscht“ und waren nur 2 1/2 Stunden nach dem Ablegen schon in Orth. Dort war dann Sommer angesagt. 

Wir haben einen Top Liegeplatz und sind dann im Hafen zum Lunch in das „Quintings“ – ein echter Restauranttipp. In der Sonne draußen essen, relaxen und Cosi hat Ihre Füße in die Ostsee gesteckt. 

Noch ein wenig an der hängenden Bumperline gebastelt und dann kam auch schon das Unwetter. Heftige Böen, Regen und einigen Minitornados am Himmel. 
In der Skjöll saßen wir trocken und geschützt und jetzt verdauen wir gerade unser Dinner.
 

Skjöll 7. Fahrt – 05.06.2017 – Fehmarnsund

Heute stand ein kurzer Schlag in den Fehmarnsund auf dem Programm. 

Als Gast hatten wir Peter, auch ein „Vega ner“ an Bord. 
Kurz nach der Hafenausfahrt trafen wir uns mit der Sea Lady, natürlich auch eine Vega und ihrer Crew, die ebenfalls in Heiligenhafen liegt.
War die westliche Seite der Brücke noch von sehr wenig Wind geprägt, so sah es auf der östlichen Seite ganz anders aus. Da waren gute 4 Windstärken am Werk. Der Pfingstverkehr, das sehr enge Fahrwasser und die Windverhältnisse machten die Fahrt unter der Sundbrücke spannend. Leider erlaubte uns die Zeit nur noch die Ansteuerungstonne zu umfahren und dann ging es wieder zurück.
 

Skjöll 6. Fahrt – Überführungstörn 03.06.2017 Damp – Heiligenhafen

ES REICHT!!!

Laut Windfinder, Seaman und WeatherPro sollten wir zwar wieder am Wind segeln müssen, aber ohne großartiges kreuzen in unseren Zielhafen kommen.
Die Realität sah aber komplett anders aus: Der Wind kam uns direkt auf dem Idealkurs entgegen. Nicht einmal ein Grad Abweichung!!!
Nach etwas über 10 Meilen dann die Entscheidung: entweder wir streichen unser Tagesziel Heiligenhafen oder wir bergen die Segel und dampfen gegen an. Da wir unbedingt nach Heiligenhafen wollten, denn dort fand ja das Pfingsttreffen der Klassenvereinigung Albin Vega statt, war die Entscheidung gefallen. Bei gut 1 – 1,5 Meter übelster „Hackwelle“ bin ich auf das Vorschiff und hab das Groß geborgen, gibt wenig Dinge die spannender sind…
Nach über 8 Stunden harter Arbeit für unseren Volvo (Marschgeschwindigkeit immerhin 4,5 Knoten) erreichten wir Heiligenhafen und machten die Skjöll an ihrem neuen Heimathafen fest.
Dann folgte ein tolles Pfingstreffen mit den anderen Mitgliedern der Klassenvereinigung. Dort sind noch über 180 Boote registriert, was zeigt wie populär und vor allem solide ein nunmehr über 40 Jahre altes Boot sein kann.

 

 

Skjöll- 5. Fahrt – Überführungstörn 02.06.17 Hørup Hav – Damp

Der Herr der Winde meinte es definitiv nicht mit gut uns. Wieder gegen an, wieder kreuzen! Gibt es denn nicht mal ne vernünftige Windrichtung? 

Es blieb uns nichts anderes übrig das Tagesziel von „irgendwo in der dänischen Südsee“ auf Damp zu ändern und zu hoffen, dass der Wind sich am nächsten Tag an die Vorhersage hält. 
Aber all Zuviel jammern wollen wir auch nicht, denn wir wurden wieder von der Sonne verwöhnt. In Damp angekommen gab es erstmal eine große Portion Chilli und ein leckeres Stout.
 

Skjöll- 4. Fahrt – Überführungstörn 01.06.2017 Kiel – Hørup Havn

Nach dem Hafentag in Kiel war wieder Segeln angesagt. Nach dem Kanaltrip waren wir ganz wild drauf die Skjöll unter Segeln auszureizen. Also Maschine an und raus aus dem Hafen.

Das Groß mit dem ersten Reff gesetzt und die Genua ausgerollt und auf nach Dänemark.

Der Wind war mit 4-6 Bft leider gegen uns und so hieß es hart am Wind zu bolzen. Das ganze bei gut 1,5m Welle, ebenfalls gegen uns. Die gute Skjöll bebte und knarzte, aber ein schwedisches Boot hält deutlich mehr aus. Einfach stark wie die Vega durch die Wellen schneidet. 
In der Flensburger Förde war dann aufkreuzen angesagt. Interessant war die Erfahrung, dass mit Reff und gereffter Genua es sich besser und und genauso schnell segeln lässt wie mit Vollzeug. Nach dem wir wirklich komplett gegen den Wind mussten, erreichten wir den Hafen erst um 21:20 Uhr. 
Wir waren ziemlich fertig und ich habe noch schnell eine Carbonara gekocht, dann war der Tag auch schon wieder um.
 
 Hørup Havn – einfach einfach nur schön. 

Skjöll- 3. Fahrt Überführungstörn Schleuse Giesenau – Kiel

Früh morgens hieß es Leinen los und die letzten 60 km des Kanals zu bewältigen. Unser Volvo Diesel tuckerte gemütlich vor sich hin und mit 5 Kn ( ca. 9 km/h) ging es Richtung der Schleuse Holtenau. Zeitweise mit der Unterstützung der Genua, was aber bei ziemlich genau achterlichen und nicht allzu starken Wind manchmal mühselig war. Der hohe Bewuchs an Bäumen und Hecken hielt den Wind fern. Aber immerhin konnten wir einige Kilometer mit weniger Drehzahl schneller vorankommen.

Das Schleusen war richtig spannend. Weil die alten Schleusen so marode sind, dass sie geschlossen wurden und eine der großen Schleusen in Revision ist, durften oder mussten wir mit den großen Pötten in die Schleuse. Schon echt beeindruckend direkt neben so einem Frachter zu liegen, wohl wissend, dass die Wirbel der Schraube unser Boot umwerfen und unter Wasser ziehen könnten, wenn der Kapitän richtig Schub gibt.
Auf der Kieler Förde war richtig Wind, etwa 5-6 bft und leichte Schaumkronen auf den Wellen. Da für den kommenden Tag 6 bft mit Böen von 8-9 bft (!) aus West vorhergesagt wurden, entschieden wir uns den Hafen Düsternbrook anzulaufen und den Mittwoch in Kiel zu verbringen. 
Das „Einparken“ der Skjöll ist immer noch ein kleines Abenteuer, denn als Langkieler braucht sie ein wenig mehr Zeit auf das Ruder zu reagieren und rückwärts fahren fällt unter die Rubrik „Abenteuer mit unbekannten Ausgang“. So waren wir dann auch rechtschaffene müde, denn die erste Box war ein wenig zu kurz und so mussten wir nicht nur im Kopf umparken.
 
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